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Fachbuch oder Sachbuch? - Was ist das richtige für mich?

Immer wieder werde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen einem Fachbuch und einem Sachbuch ist? Der Unterschied ist recht einfach. ...

Weiterlesen 27.07.2020
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Fachbuch oder Sachbuch? - Was ist das richtige für mich?

Immer wieder werde ich gefragt, was denn der Unterschied zwischen einem Fachbuch und einem Sachbuch ist? Der Unterschied ist recht einfach. ... ... Ein Fachbuch richtet sich an ein Fachpublikum, also von Kollegen an Kollegen. Vorausgesetzt wird hier ein gemeinsames Fachwissen. Außerdem wird in einem oder mit einem Fachbuch neues Wissen generiert. Neue Verfahren und Methoden werden mit Theorien begründet. Es ist weniger ein Anwendungsbuch, also für die Praxis geeignet, sondern dient in einer Community zum fachlichen Austausch.

Anders sieht es jedoch beim Sachbuch aus. Hierbei können praktische Erfahrungen aus dem Berufsfeld geschildert und diskutiert werden. Ebenso kann ein neues Verfahren oder eine neue Methode eingeführt werden, aber immer vor dem Hintergrund, dass die Leserschaft kein Fachwissen hat und eher Interesse, wie diese neue Methode angewendet werden kann.

Ein Fachbuch ist also ein Austausch auf Augenhöhe zu Experten und ein Sachbuch eine Information für Interessierte.

Soweit, so gut. Dann bleibt jetzt nur noch die Frage zu klären, was das richtige Buch ist?

Ohne Kenntnis der eigenen Absicht mit dem Buch, kann diese Frage natürlich nicht zweifelsfrei geklärt werden. Dennoch ist das Buch, das entstehen soll, in den meisten Fällen ein Sachbuch. Hier kann eine (neue) Methode vorgestellt werden und gleichzeitig Anwendungen und Erfolge aufgezeigt werden. Damit können neue Kund*innen gewonnen werden, denn Leser*innen möchten den*die Autor*in gern kennen lernen, wenn sie von der Methode überzeugt sind. Mit einem Fachbuch lassen sich natürlich auch neue Kund*innen gewinnen. Jedoch richtet sich das Buch dann eher an den Kreis von Interessierten, die ein gewisses Fachwissen mitbringen. Dieser Kreis ist wahrscheinlich kleiner als der, der auf der Suche nach der Lösung von einem Problem ist.

Entscheiden müssen Sie das nicht für sich allein. In unserer ersten Coachingsitzung gehen wir dieser Frage nach und werden sie klären!

Tanzende Nymphe

Tanzende Nymphe

Ich bin es satt hier zu stehen und mich von den Vorbeilaufenden angaffen zu lassen. Mein Schöpfer hielt es nicht für nötig mir Kleider anzuziehen. Er wollte mich wohl in meiner ganzen unverhüllten Schönheit zeigen. Okay, schlecht sehe ich ja auch nicht aus! Aber nach über 200 Jahren bin ich es leid, ...

Weiterlesen 20.07.2020
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Tanzende Nymphe

Tanzende Nymphe

Ich bin es satt hier zu stehen und mich von den Vorbeilaufenden angaffen zu lassen. Mein Schöpfer hielt es nicht für nötig mir Kleider anzuziehen. Er wollte mich wohl in meiner ganzen unverhüllten Schönheit zeigen. Okay, schlecht sehe ich ja auch nicht aus! Aber nach über 200 Jahren bin ich es leid, ...

... angegafft zu werden.

Hier stehen genügend andere Bäume, Pflanzen und sogar Skulpturen herum, die sich die Leute anschauen können. Gut, die Orangerie ist leer. Alle Pflanzen sind im Garten verteilt. Da müssen die Leute schon laufen, wenn sie die bestaunen wollen. Sollen sie doch froh sein, dass sie laufen können. Ich muss immer hier stehen. Dazu noch auf einem Bein, egal ob Sommer oder Winter!

Ich will weg hier! Endlich einmal etwas sehen von der Welt. Ob die „Wilde Hilde“ von der anderen Seite mitkommt? Zu zweit wäre es bestimmt lustiger. Endlich wäre Schluss mit dem Angaffen und fotografieren lassen.

Und was sehe ich jetzt? Jetzt schreibt auch noch eine über mich. Nachher lande ich noch in so einem neuartigen Blog. Das wird mir jetzt wirklich zu viel. Nun ist Schluss! Ich verlasse meine goldene Kugel, die, nebenbei gesagt, schon lange nicht mehr sauber gemacht wurde.

Hilde? Kommst Du mit?

 

(C) Gabriele Gäbelein; Dieser Text ist nach einem Schreibimpuls an dem Schreibwochenende "Schreiben in Potsdamer Parks und Gärten" am 20./21.06.2020 entstanden.

Gibt's denn sowas?

Ich wollte auf meinem Lieblingsbaum landen. Von dort habe ich so einen herrlichen Blick auf den See,  und vor allem ...

Weiterlesen 13.07.2020
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Gibt's denn sowas?

Ich wollte auf meinem Lieblingsbaum landen. Von dort habe ich so einen herrlichen Blick auf den See,  und vor allem ...

... habe ich den Überblick! Doch was muss ich sehen? Da hat sich schon wer breitgemacht. Das ist ja unerhört! Weiß dieser Jemand nicht, dass ich hier residiere? Was macht der überhaupt hier? Sitzt da und tut … nichts! Soll er doch woanders hingehen! Ich werd mal dafür sorgen, dass sich derjenige von selbst einen anderen Platz sucht. Mit meinem Gekrächze werd ich diesen Jemand nerven … . Jetzt ist er aufmerksam geworden und schaut sich nach allen Seiten um. Aber denkste, ich bin doch nicht blöd. Ich weiß mich vor fremden Blicken zu verbergen. Ich muss wohl noch lauter krächzen. Der Mensch macht gar keine Anstalten zu gehen. Am Ende stört ihn mein Gekrächze gar nicht? Ich glaub, ich muss ihn mir mal aus der Nähe ansehen. Ich werd mich mal direkt vor seine Füße hinsetzen. Ich glaub´s ja nicht. Jetzt holt der doch tatsächlich seinen Fotoapparat aus der Tasche und will mich ablichten! Ich fasse es ja nicht! Hat der noch nichts vom Recht am eigenen Bild gehört? Also, das geht jetzt aber zu weit! Ich hau ab.   

(C) Martina Oestreich, entstanden am Schreibwochenende "Schreiben in Potsdamer Parks und Gärten" am 20./21.06.2020

Ach Du liebe Zeit!

Zu den häufigsten Problemen, mit denen ich als Schreibexpertin konfrontiert werde, gehört die Zeit oder besser gesagt: Die fehlende Zeit. Die Lust und auch eine Idee zum Schreiben sind oft da. Aber wann soll man das schaffen? Sollte ...

Weiterlesen 08.06.2020
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Ach Du liebe Zeit!

Zu den häufigsten Problemen, mit denen ich als Schreibexpertin konfrontiert werde, gehört die Zeit oder besser gesagt: Die fehlende Zeit. Die Lust und auch eine Idee zum Schreiben sind oft da. Aber wann soll man das schaffen? Sollte ...

... man deshalb ein Schreibprojekt nicht am besten bis zum Erreichen des Rentenalters aufschieben? Doch, so mache ich dann die Erfahrung, kommen andere Probleme daher, wie zum Beispiel, dass die Finger nicht mehr so richtig mitmachen oder man sich durch so ein großes Projekt nicht mehr binden will. Deshalb werden viele Geschichten nicht aufgeschrieben. Sie gehen verloren.

Dabei ist die Zeit jetzt da! Das Problem liegt auch nicht an der Zeit allein. Es liegt auch nicht an mangelnden Ideen, sondern es liegt an der Umsetzung. Wo soll ich anfangen? Wie soll ich Vorgehen beim Schreiben? Was sind die verschiedenen Schritte? Wo höre ich auf?

Antworten hierzu fliegen einem nicht zu. Die Literaturlage, die sich ausschließlich mit dem Schreiben befasst, ist groß. Fängst Du jedoch jetzt erst an, Dich damit zu beschäftigen, dann geht sehr viel Zeit dafür drauf. Diese Zeit könntest Du gut für Dein Schreiben nutzen, aber sie ist nun wirklich weg! Und wenn es ganz schräg läuft, verwirrt Dich die Vielfalt der Literatur über das Schreiben eher, als dass sie Dir hilft. Es gibt viele Ratgeber, aber dadurch, dass Schreiben an sich schon sehr vielfältig und das Schreiben von Büchern sehr individuell ist, gibt es nicht den einen Ratgeber, der alle Probleme löst.

Wäre es da nicht ideal, wenn in der Nacht eine Fee gekommen wäre und hätte alle Deine Schreibprojekte fertiggestellt? Für den Moment wäre das bestimmt eine super Idee. Aber weitere Texte wären davon nicht betroffen. Du säßest wieder davor und würdest vielleicht wieder auf eine Fee hoffen ...

Stell Dir jetzt einmal vor, jemand gibt Dir genau die Informationen, die Du brauchst, um voranzukommen? Du brauchst Dich nicht durch unnötige Literatur zu arbeiten, sondern machst, nachdem Du Rüstzeug an die Hand bekommen hast, genau dort weiter, wo Du ins Stocken geraten bist. Menschliches Einfühlungsvermögen gepaart mit fachdidaktischem Wissen über das Schreiben ermöglicht es Dir, Dein Buch in der Zeit zu schreiben, die Dir zur Verfügung steht und die Du dafür vorgesehen hast. So wird Schreiben jetzt zu Deinem Hobby und bleibt nicht ein Projekt, das Du mit einem tränenden Auge vor Dich herschiebst, bis Du es nicht mehr sehen willst.

Mach Schluss mit der Verschieberei und nimm Dich dem Projekt an, das Dir wirklich wichtig ist.

Mit Schreiben besser leben!

Mit Schreiben besser leben ist für Dich eher eine steile These als ein nachvollziehbarer Ansatz? Auch wenn Du gern schreibst, siehst Du nicht, wo der Zusammenhang zwischen Schreiben und besser Leben sein soll? ...

Weiterlesen 01.06.2020
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Mit Schreiben besser leben!

Mit Schreiben besser leben ist für Dich eher eine steile These als ein nachvollziehbarer Ansatz? Auch wenn Du gern schreibst, siehst Du nicht, wo der Zusammenhang zwischen Schreiben und besser Leben sein soll? ...

Manche Texte schreiben sich quälend langsam, andere dagegen scheinen sich wie von selbst zu schreiben. Bei diesen letzteren Texten stellt sich während des Schreibens sogar ein Glücksgefühl ein. Du weißt schon während des Schreibens, dass dieser Text das ausdrückt, was er soll. Die Überarbeitung wird sich in Grenzen halten. Das steigert Dein Glücksgefühl.

Leider läuft es nicht immer so. Manchmal gerät das Schreiben zur Qual. Du ringst um jedes Wort. So macht Schreiben wahrlich keinen Spaß. An einer solchen Stelle wäre es ein Segen, wenn Du über Techniken und Werkzeuge verfügen würdest, die Dein Schreiben in einen Fluss bringen. Doch wo sollen die herkommen? In der Schule wird Schreiben als ein Mittel gesehen, um zu einem Text zu kommen. Diese Ansicht ist nicht vollkommen falsch, aber Schreiben ist noch mehr. Schreiben ist ein Prozess, der aus Planen und Vorbereiten sowohl wie dem Auswerten von Daten besteht. Natürlich zählt auch das eigentliche Schreiben dazu und nicht zuletzt das Überarbeiten von Texten. Doch gerade, was das Überarbeiten angeht, lernen wir in der Schule darüber nichts.

Dieser Blogbeitrag soll aber kein Jammern über die Schule werden. Wir können nicht alles in der Schule lernen. Und Schreiben ist ein komplexer Prozess, der nachweislich in seiner Komplexität erst im Erwachsenenalter voll erfasst werden kann. Es gibt also keinen Grund mit dem Nicht-Schreiben-können zu hadern. Es ist nie zu spät sich dem Schreiben als Prozess zu nähern und so ein neues Kapitel des Schreibens aufzuschlagen.

Schreiben ist lernbar und Schreibprobleme sind lösbar! Wie Du mit Schreiben besser lebst, ist ein Geheimnis, das Du lüften kannst.

Wenn die Wörter durcheinander purzeln ...

… ist ein zuvor im Kopf wohlgeformter Text nur noch eine kümmerliche Ansammlung von Worten. Als wäre das noch nicht genug, stellt sich auch noch das Gefühl ein, gewusst zu haben, dass man nicht schreiben kann.

Woran liegt es nur, dass die Wörter nicht so aufs Papier kommen können, wie sie eben noch im Kopf waren? Warum gelingt es einfach nicht sie aufzuschreiben? ...

Weiterlesen 25.05.2020
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Wenn die Wörter durcheinander purzeln ...

… ist ein zuvor im Kopf wohlgeformter Text nur noch eine kümmerliche Ansammlung von Worten. Als wäre das noch nicht genug, stellt sich auch noch das Gefühl ein, gewusst zu haben, dass man nicht schreiben kann.

Woran liegt es nur, dass die Wörter nicht so aufs Papier kommen können, wie sie eben noch im Kopf waren? Warum gelingt es einfach nicht sie aufzuschreiben? ...

Schnelle Antworten auf diese Fragen gibt es leider nicht. Eine Möglichkeit wäre es die Schreibgeschwindigkeit zu erhöhen und/oder 10-Finger-Blindschreiben-System zu lernen, falls Du es nicht vielleicht schon kannst. Wenn Du es schon kannst, wirst Du vielleicht festgestellt haben, dass diese Methode auch nicht zum Erfolg führt. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Aufnahmefunktion zum Beispiel des Handys zu nutzen. Du sprichst die Sätze auf und schreibst sie später ab. Der Arbeitsaufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Natürlich kannst Du auch den Text von jemand anderen abschreiben lassen. Hier ist jedoch dann ein finanzieller Einsatz notwendig. In beiden Fällen handelt es sich nur um einmalige Lösungen.

Die Schreibdidaktik bietet Möglichkeiten, die über das reine Notieren von Informationen hinausgehen und kreatives Denken anregen. Beispielsweise werden bei dem Anfertigen eines Clusters Assoziationen aufgeschrieben. Alles, was Dir zu einem Thema in den Sinn kommt, notierst Du hier, auch wenn es vordergründig nichts mit dem Thema zu tun hat.

Eine Mind-Map ist strukturierter. Hierbei wird überlegt, ob ein Aspekt zu dem Thema gehört, und wenn ja, dann wird im Weiteren geschaut, wovon dieser ein Unterpunkt sein könnte. Beide Techniken sind nicht für alle Schreibende gleichwohl geeignet, sie sind auch nicht für alle Texte oder Situationen geeignet. Gut ist es auf jeden Fall sie erst einmal auszuprobieren. Dann kannst Du entscheiden, ob Dir diese Technik etwas bringt, oder auch in welchen Situationen sie Dich unterstützen kannst.

Also: Du musst nicht die Flinte ins Korn schmeißen, wenn die Wörter durcheinanderpurzeln. Es gibt Methoden, mit denen Du dieses Durcheinander auflösen kannst. Damit erreichst Du eine nachhaltige Lösung und hast zukünftig mehr Spaß beim Schreiben.

Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben

Heinrich von Kleist hat sich bereits 1805 Gedanken gemacht, wie Gedanken überhaupt zustande kommen. Er ist dabei vom Sprechen ...

Weiterlesen 18.05.2020
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Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben

Heinrich von Kleist hat sich bereits 1805 Gedanken gemacht, wie Gedanken überhaupt zustande kommen. Er ist dabei vom Sprechen ...

... ausgegangen. Schon als ich den Aufsatz vor einigen Jahren gelesen habe, hatte ich mich gefragt, warum Heinrich von Kleist vom Sprechen geschrieben hat und nicht vom Schreiben. Eine Antwort konnte ich auf diese Frage bisher nicht bekommen und werde es wahrscheinlich auch nie. Bei mir hat dieser Aufsatz dazu geführt, dass ich noch mehr beim Schreiben auf mich selbst geschaut habe.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich manchmal frage, wo meine Gedanken, die ich gerade geschrieben habe, herkommen. Oft, also fast immer, überlege ich mir vorher, was und worüber ich schreiben will. Auf einmal setzt etwas ein, was ich noch nicht näher analysieren und beschreiben konnte, und dann stelle ich fest, dass ich etwas ganz anderes schreibe als das, was ich im Kopf hatte oder sogar noch habe. So etwas jagt mir selbst einen Schauer über die Haut. Und was noch toller ist: Wenn die Gedanken so zu mir kommen, bin ich in den allermeisten Fällen sehr zufrieden mit ihnen und habe kaum etwas an ihnen auszusetzen.

Bisher habe ich noch keine Antwort darauf gefunden, wie das passieren kann.

Ich schreibe doch langsamer als ich denke oder spreche. Also müsste es doch ein Leichtes sein, die Gedanken zumindest in Teilen so aufzuschreiben, wie sie in meinem Kopf sind. Wie kommt es, dass sich zu dem Plan in meinem Kopf weitere Gedanke einschleichen? Mir ist das ein Rätsel. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Es würde mich freuen zu lesen, wie sich Schreiben bei Euch gestaltet. Eure Gedanken könnt Ihr mir gerne per E-Mail zuschicken. Ich freue mich auf den Austausch.

Hauptsache Schreiben!

„Hauptsache Schreiben!“ hört sich in Deinen Ohren übertrieben an? Du denkst, dass es nun wirklich Wichtigeres gibt als Schreiben?

Das mag sein! Wenigstens ...

Weiterlesen 11.05.2020
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Hauptsache Schreiben!

„Hauptsache Schreiben!“ hört sich in Deinen Ohren übertrieben an? Du denkst, dass es nun wirklich Wichtigeres gibt als Schreiben?

Das mag sein! Wenigstens ...

... wenn Du Schreiben auf das Schreiben von Romanen oder anderen Texten beziehst. Das Schreiben von Büchern finde ich auch sehr wichtig, aber es ist nicht so bedingungslos. Ich sehe Schreiben auch noch in einem anderen Zusammenhang. Schreiben ist für mich zum einen das originäre Festhalten von Ideen und Gedanken. Zum anderen ist Schreiben für mich auch das Überprüfen eines Gedankens auf seine Logik.

Manche Gedanken schauen zunächst logisch und in sich geschlossen aus. Doch bei einer näheren Betrachtung fallen Mängel ins Auge. Solange einem diese selbst auffallen, ist noch nichts verloren. Es kann nachgebessert werden. Gehst Du damit jedoch an die Öffentlichkeit, so kann das peinlich werden. Schreibst Du diesen Gedanken auf, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sachverhalt nicht ganz durchdacht ist, eher gering.

Aber besonders Ungeübte tun sich mit dem Schreiben schwer. Es ist anstrengend. Auch wenn es keine körperliche Arbeit ist, so ist die Anstrengung, die der Kopf erledigt, nicht unerheblich. Ständig werden neue Zusammenhänge kreiert. Das strengt an. Auch der Zeitansatz wird oft unterschätzt, und Zeitdruck verstärkt das Unbehagen. Es ist nicht damit getan, dass ein Text geschrieben wird. Oft fängt die eigentliche Arbeit hier erst an.

In diesem Absatz habe ich ziemlich oft das Wort Arbeit verwendet. Und es ist nicht zu leugnen, Schreiben ist Arbeit. Das kann erschlagend wirken. Was jedoch Schreiben im SchreibRAUM betrifft, so ist mit „Hauptsache Schreiben!“ gemeint, dass Schreiben durchaus Spaß machen darf. Dann geht die Arbeit schnell und locker von der Hand. Die Übung, die Du so beim Schreiben erhältst, überträgt sich auch auf andere Schreibprojekte.