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Schreibraum-Potsdam

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Wenn die Wörter durcheinander purzeln ...

… ist ein zuvor im Kopf wohlgeformter Text nur noch eine kümmerliche Ansammlung von Worten. Als wäre das noch nicht genug, stellt sich auch noch das Gefühl ein, gewusst zu haben, dass man nicht schreiben kann.

Woran liegt es nur, dass die Wörter nicht so aufs Papier kommen können, wie sie eben noch im Kopf waren? Warum gelingt es einfach nicht sie aufzuschreiben?

Weiterlesen 25.05.2020
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Wenn die Wörter durcheinander purzeln ...

… ist ein zuvor im Kopf wohlgeformter Text nur noch eine kümmerliche Ansammlung von Worten. Als wäre das noch nicht genug, stellt sich auch noch das Gefühl ein, gewusst zu haben, dass man nicht schreiben kann.

Woran liegt es nur, dass die Wörter nicht so aufs Papier kommen können, wie sie eben noch im Kopf waren? Warum gelingt es einfach nicht sie aufzuschreiben?

Schnelle Antworten auf diese Fragen gibt es leider nicht. Eine Möglichkeit wäre es die Schreibgeschwindigkeit zu erhöhen und/oder 10-Finger-Blindschreiben-System zu lernen, falls Du es nicht vielleicht schon kannst. Wenn Du es schon kannst, wirst Du vielleicht festgestellt haben, dass diese Methode auch nicht zum Erfolg führt. Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Aufnahmefunktion zum Beispiel des Handys zu nutzen. Du sprichst die Sätze auf und schreibst sie später ab. Der Arbeitsaufwand ist jedoch nicht zu unterschätzen. Natürlich kannst Du auch den Text von jemand anderen abschreiben lassen. Hier ist jedoch dann ein finanzieller Einsatz notwendig. In beiden Fällen handelt es sich nur um einmalige Lösungen.

Die Schreibdidaktik bietet Möglichkeiten, die über das reine Notieren von Informationen hinausgehen und kreatives Denken anregen. Beispielsweise werden bei dem Anfertigen eines Clusters Assoziationen aufgeschrieben. Alles, was Dir zu einem Thema in den Sinn kommt, notierst Du hier, auch wenn es vordergründig nichts mit dem Thema zu tun hat.

Eine Mind-Map ist strukturierter. Hierbei wird überlegt, ob ein Aspekt zu dem Thema gehört, und wenn ja, dann wird im Weiteren geschaut, wovon dieser ein Unterpunkt sein könnte. Beide Techniken sind nicht für alle Schreibende gleichwohl geeignet, sie sind auch nicht für alle Texte oder Situationen geeignet. Gut ist es auf jeden Fall sie erst einmal auszuprobieren. Dann kannst Du entscheiden, ob Dir diese Technik etwas bringt, oder auch in welchen Situationen sie Dich unterstützen kannst.

Also: Du musst nicht die Flinte ins Korn schmeißen, wenn die Wörter durcheinanderpurzeln. Es gibt Methoden, mit denen Du dieses Durcheinander auflösen kannst. Damit erreichst Du eine nachhaltige Lösung und hast zukünftig mehr Spaß beim Schreiben.

Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben

Heinrich von Kleist hat sich bereits 1805 Gedanken gemacht, wie Gedanken überhaupt zustande kommen. Er ist dabei vom Sprechen ...

Weiterlesen 18.05.2020
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Die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben

Heinrich von Kleist hat sich bereits 1805 Gedanken gemacht, wie Gedanken überhaupt zustande kommen. Er ist dabei vom Sprechen ...

... ausgegangen. Schon als ich den Aufsatz vor einigen Jahren gelesen habe, hatte ich mich gefragt, warum Heinrich von Kleist vom Sprechen geschrieben hat und nicht vom Schreiben. Eine Antwort konnte ich auf diese Frage bisher nicht bekommen und werde es wahrscheinlich auch nie. Bei mir hat dieser Aufsatz dazu geführt, dass ich noch mehr beim Schreiben auf mich selbst geschaut habe.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich manchmal frage, wo meine Gedanken, die ich gerade geschrieben habe, herkommen. Oft, also fast immer, überlege ich mir vorher, was und worüber ich schreiben will. Auf einmal setzt etwas ein, was ich noch nicht näher analysieren und beschreiben konnte, und dann stelle ich fest, dass ich etwas ganz anderes schreibe als das, was ich im Kopf hatte oder sogar noch habe. So etwas jagt mir selbst einen Schauer über die Haut. Und was noch toller ist: Wenn die Gedanken so zu mir kommen, bin ich in den allermeisten Fällen sehr zufrieden mit ihnen und habe kaum etwas an ihnen auszusetzen.

Bisher habe ich noch keine Antwort darauf gefunden, wie das passieren kann.

Ich schreibe doch langsamer als ich denke oder spreche. Also müsste es doch ein Leichtes sein, die Gedanken zumindest in Teilen so aufzuschreiben, wie sie in meinem Kopf sind. Wie kommt es, dass sich zu dem Plan in meinem Kopf weitere Gedanke einschleichen? Mir ist das ein Rätsel. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Es würde mich freuen zu lesen, wie sich Schreiben bei Euch gestaltet. Eure Gedanken könnt Ihr mir gerne per E-Mail zuschicken. Ich freue mich auf den Austausch.

Hauptsache Schreiben!

„Hauptsache Schreiben!“ hört sich in Deinen Ohren übertrieben an? Du denkst, dass es nun wirklich Wichtigeres gibt als Schreiben?

Das mag sein! Wenigstens ...

Weiterlesen 11.05.2020
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Hauptsache Schreiben!

„Hauptsache Schreiben!“ hört sich in Deinen Ohren übertrieben an? Du denkst, dass es nun wirklich Wichtigeres gibt als Schreiben?

Das mag sein! Wenigstens ...

... wenn Du Schreiben auf das Schreiben von Romanen oder anderen Texten beziehst. Das Schreiben von Büchern finde ich auch sehr wichtig, aber es ist nicht so bedingungslos. Ich sehe Schreiben auch noch in einem anderen Zusammenhang. Schreiben ist für mich zum einen das originäre Festhalten von Ideen und Gedanken. Zum anderen ist Schreiben für mich auch das Überprüfen eines Gedankens auf seine Logik.

Manche Gedanken schauen zunächst logisch und in sich geschlossen aus. Doch bei einer näheren Betrachtung fallen Mängel ins Auge. Solange einem diese selbst auffallen, ist noch nichts verloren. Es kann nachgebessert werden. Gehst Du damit jedoch an die Öffentlichkeit, so kann das peinlich werden. Schreibst Du diesen Gedanken auf, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sachverhalt nicht ganz durchdacht ist, eher gering.

Aber besonders Ungeübte tun sich mit dem Schreiben schwer. Es ist anstrengend. Auch wenn es keine körperliche Arbeit ist, so ist die Anstrengung, die der Kopf erledigt, nicht unerheblich. Ständig werden neue Zusammenhänge kreiert. Das strengt an. Auch der Zeitansatz wird oft unterschätzt, und Zeitdruck verstärkt das Unbehagen. Es ist nicht damit getan, dass ein Text geschrieben wird. Oft fängt die eigentliche Arbeit hier erst an.

In diesem Absatz habe ich ziemlich oft das Wort Arbeit verwendet. Und es ist nicht zu leugnen, Schreiben ist Arbeit. Das kann erschlagend wirken. Was jedoch Schreiben im SchreibRAUM betrifft, so ist mit „Hauptsache Schreiben!“ gemeint, dass Schreiben durchaus Spaß machen darf. Dann geht die Arbeit schnell und locker von der Hand. Die Übung, die Du so beim Schreiben erhältst, überträgt sich auch auf andere Schreibprojekte.